Friedensdorf

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Am 19.06.12 besuchte das Jugendparlament das Friedensdorf Oberhausen.

Das Jugendparlament Hilden fuhr für ein Tagesseminar nach Oberhausen ins Friedensdorf International. Dort erlebten die Jugendlichen eine ganz andere Seite der Welt, die sie wohl für lange Zeit noch beschäftigen wird.
Das Friedensdorf holt Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten (z.B. Angola, Georgien, Afghanistan), wo die medizinische Versorgung unzureichend ist, um die Kinder hier in Deutschland unter besten medizinischen Vorraussetzungen gesund zu pflegen.

Wer im Friedensdorf mit den verletzten und kranken Kindern aus den Kriegsgebieten konfrontiert wird, merkt schnell, dass diese Krankheit und die Herkunft nicht ein wenig von Bedeutung sind. Zuvor herrscht zwar Unsicherheit, doch diese vergeht schnell. Dabei kann das Vorwissen über die Organisation und das Leben der Kinder ein wichtiger Faktor sein. Vor dem ersten Zusammentreffen mit den Kindern bekamen die Jugendparlamentarier allgemeine Informationen zum Friedensdorf. Während die Kinder zu Mittag aßen, sah die Gruppe einen Film über einige Schicksale der Kinder und dem Ablauf der An- und Abreise. Denn jedes Kind muss auf jeden Fall wieder nach Hause zurück.

Die ausgesuchten und schwersterkrankten Kinder werden nach Deutschland eingeflogen. Nicht alle erhalten die Erlaubnis für die Hilfe in Deutschland, denn nur diejenigen, deren Krankheit in der eigenen Heimat nicht bekämpft werden kann, erhalten die Zulassung.

Jedes Kind wird von anderen Erfahrungen, Erlebnissen und Familien geprägt. Zwar hat jeder dann seine eigene Geschichte, doch trotzdem erleben sie die gleichen Dinge nach dem Abschied von ihren Eltern für eine sechsmonatige Behandlung in Deutschland:

Fremde Personen-fremde Sprache-fremde Umgebung-Angst-Alleinsein-Heimweh.

Trotz all dieser Faktoren fliegen die Kinder für ihre Gesundheit hierher. Nach der Unterkunft auf der Intensivstation kommen sie in das Friedensdorf. Hier werden sie von Betreuern aufgenommen und beaufsichtigt. Jeder muss ständig in die Reha und auch regelmäßig Medikamente einnehmen. Jedes Kind zählt die übrigen Tage bis zur Rückkehr in die Heimat zu Mama, Papa und den Geschwistern, obwohl dort schwere Lebensbedingungen herrschen.

Die Jugendlichen haben vor allem gelernt, dass die Lebensbedingungen hier in Deutschland keinesfalls selbstverständlich sind. Vor allem hat sie begeistert, dass die Kinder so offen ihnen gegenüber waren und lachten und spielten, obwohl sie teils mit schwersten Verletzungen und Handicaps umgehen mussten.

Das Jugendparlament Hilden kann einen Besuch im Friedensdorf außerordentlich empfehlen!

www.friedensdorf.de

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