Theresienschule am 16.05

Das Speed Debating fand am 16.5.2013 von 17-19 Uhr in der Theresienschule statt.

 

Bericht der NRZ -Hilden

Die Vier-Minuten-Debatte

17.05.2013 | 20:32 Uhr

speedtheresien

Schnell, schnell: Kommunalpolitik in jeweils vier Minuten erklärt. So funktioniert das Speed-Debating.Foto: Rolf Schmallzgrüber

Hilden. Am Donnerstagabend diskutierten Jugendliche und Erwachsene in der Aula der Theresienschule an der Gerresheimer Straße. 30 Schülerinnen, die in die 9. Klasse gehen, hatten sich knifflige Fragen für ihr Gegenüber ausgedacht. Ebenfalls zu den Fragenden gehörten 15 Mitglieder des Jugendparlamentes. Jede Redepartie dauerte vier Minuten, dann ertönte eine Glocke und die Jugendlichen setzten sich einen Tisch weiter. Es wurde im Uhrzeigersinn gewechselt.
„Mit diesem Prinzip hat am Ende der Veranstaltung Jeder mit Jedem gesprochen“ erläuterte Andrea Nowak. Sie arbeitet beim Jugendamt der Stadt Hilden und hat die Veranstaltung organisiert. Als Vorbereitung besuchte sie den Unterricht und erläuterte Verfahren und die Chance, sich mit eigenen Vorstellungen einzubringen. Wie viel Nutzen die Teilnehmer aus der Debatte ziehen, hängt von deren eigenen Engagement ab, so Nowak weiter.
Was verdient ein Bürgermeister? Neben dem Bürgermeister und Landrat Thomas Hendele waren verschiedene Vertreter von Parteien gekommen, sowie einige Ansprechpartner der Stadtverwaltung. Claudia Schlottmann (CDU) fand die vielen Fragen interessant. So wollten zwei Jugendliche wissen, was denn ihre Kinder dazu sagen, dass sie politisch aktiv ist. „Das hängt sehr von der Lebensphase ab“, war ihre Antwort dazu. Streetworker Sascha Göbeler stellte sich einem breiten Spektrum von Fragen. „Manche wussten gar nicht so recht, was ich eigentlich mache und manche waren sehr gut informiert und fragten nach meinem Arbeitsalltag“, berichtet er.
Warum sollen wir wählen gehen?
Auch Britta Stubbe von der psychologischen Beratungsstelle wurde zu ihrem täglichen Job befragt. Nermin Cosovic wollte Genaueres wissen, da er entweder Jura oder Psychologie studieren möchte. Die Psychologin antwortete: „Man muss eine gesunde Balance zwischen der eigenen Abgrenzung und der Unterstützung für die andere Person finden.“ Bürgermeister Horst Thiele wurde mehrmals gefragt, warum die jungen Erwachsenen wählen gehen sollten. „Um kleine Gruppen nicht stark werden zu lassen, deren politischer Überzeugung sich die große Masse nicht anschließen mag“, antwortete Thiele.
Mit der Resonanz ist die Organisatorin sehr zufrieden. „Es gab keine Krise zu managen“, berichtete Nowak. Eine genaue Analyse kann sie allerdings erst geben, wenn jeder Teilnehmer seinen Fragebogen ausgefüllt hat.
Liv Kionka

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