Wir gegen Rechts

 

Die Folgen der Machtergreifung für Kinder und Jugendliche

– ein Blick auf Hilden

Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler.

So, oder in ähnlicher Form, wird in Geschichtsbüchern oft der Teil der deutschen Geschichte eingeleitet, der erst 1945 enden sollte. Dazwischen lagen 12 Jahre Gewaltherrschaft, die Millionen von Menschen das Leben kostete und große Teile der Welt in Krieg und Chaos stürzte.

Ein besonderes Anliegen des Jugendparlaments ist es seit langem, junge Menschen anzuregen, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander zu setzen.

Seit Anfang des Jahres beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe des Jugendparlaments mit den Folgen dieser Machtergreifung vor 80 Jahren. Die Jugendlichen haben ihren Schwerpunkt dabei auf die Erfahrungen, Erlebnisse und Schicksale von Kinder und Jugendlichen in Hilden gelegt. Das Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Hilden statt.

In vier Themenbereichen haben sich die Jugendparlamentarier mit dem Thema beschäftigt:

1.   Indoktrinierte Kinder und Jugendliche: Die Generation, die in ihrer Jugend keine Chance hatte etwas anderes als HJ und BDM kennen zu lernen.

2. Verfolgte Kinder und Jugendliche: In Hilden sind drei Stolpersteine für ermordete Kinder und Jugendliche dieser Gruppe verlegt.
3. Jugendliche, die Zwangsarbeit leisten mussten: Erst im Januar 2013 wurde Stolpersteine für zwei 17 jährige Mädchen verlegt, die zur Zwangsarbeit verschleppt, in Hilden eingesetzt und schließlich ermordet wurden.
4. Kinder und Jugendliche, die als Vertriebene aus den Ostgebieten kamen: In Hilden haben sich viele Menschen aus Schlesien angesiedelt. Siedlungsschwerpunkt waren der Gerhard-Hauptmann-Hof, der Agnes-Migel-Hof und der Eichendorffhof.

Das Arbeitsergebnis ist eine Ausstellung von Jugendlichen für Jugendliche, die in der Zeit vom 19.11.13 – 7.1.14 in der Stadtbücherei gezeigt wird.

Nach Beendigung der Ausstellung in der Stadtbücherei besteht für die weiterführenden Schulen in Hilden die Möglichkeit, die Ausstellung auszuleihen und für eigene Unterrichtszwecke zu verwenden.  Besonders geeignet ist die Ausstellung für Jugendliche, die das Thema Nationalsozialismus bereits im Unterricht behandelt haben, oder dies in nächster Zeit als Unterrichtsthema bekommen. Sie kann als Einstieg, Ergänzung, Diskussions- und Arbeitsgrundlage für das Thema verwendet werden.

 

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