Kulturvandalismus gestern und heute

„Verfemt, verbrannt, verboten!“ hieß es am Mittwoch, dem 16.05.2018, im Heinrich-Strangmeier-Saal. Zusammen mit der Musikschule und der Stadtbücherei hatten wir zu einem Abend mit Lesungen, Musik und Kunst eingeladen. Dies ist die zweite Veranstaltung aus der Reihe „Kulturvandalismus gestern und heute“, mit der das Jugendparlament an die Bücherverbrennungen durch den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund 1933 erinnert.

Wir haben für die Lesung viele Menschen gewonnen, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Die Kunsthistorikern Sandra Abend gab eine kurze Einführung zum „Kulturvandalismus in der bildenden Kunst“. Danach las Bürgermeisterin Birgit Alkenings Texte von Kurt Tucholsky. Peter Schüller, ehemaliger Schulleiter der Wilhelm-Fabry-Realschule, widmet sich schließlich dem „Erich Kästner für Erwachsene“.

Der zweite Teil des Abends war fest in jugendlicher Hand. Vier Mitglieder des Jugendparlaments trugen Texte vor, die sie zum Teil selbst geschrieben haben. Das Spektrum reichte dabei von humorvoll bis nachdenklich. Aisha El Hasbouni trug ihren Poetry Slam „Wir wollen mehr vor. „Ich habe dieses Thema gewählt, weil es sehr aktuell ist und es so jedem leicht fällt, sich in das lyrische Ich hineinzuversetzen“, erklärte die 17-jährige Schülerin des Helmholtz-Gymnasiums.

Zwischen den einzelnen Lesungen spielten Schülerinnen und Schüler der Musikschule Hilden ein abwechslungsreiches Programm. Auch hier standen Stücke, Interpreten und Stilrichtungen im Fokus, die in der Zeit des Nationalsozialismus verboten waren.

Warum wir uns so intensiv mit den Bücherverbrennungen von 1933 beschäftigt haben, erklärt unsere Sprecherin Maike Elsen: „Wir leben und erleben heute in unserem Land demokratische Freiheit. Das ist nicht selbstverständlich. Deshalb möchten wir mit diesem Abend unsere Wertschätzung dafür zum Ausdruck bringen.“

Und das ist uns gelungen!

Am Samstag den 5. Mai 18 war die Ausstellungseröffnung „Kulturvandalismus gestern und heute“ in der Stadtbücherei Hilden.

Und hier ist ein Eindruck in Bildern:

Am Samstag den 5. Mai startet mit der Ausstellungseröffnung Kulturvandalismus gestern und heute unsere Projektreihe, die sich mit der Bücherverbrennung vor 85 Jahren beschäftigt.

Und hier sind Infos und Termine dazu:

Zwischen dem 10. Mai und dem 21. Juni 1933 wurden in vielen Städten in Deutschland Bücher verbrannt. Darunter Werke von Autoren wie Thomas Mann, Franz Kafka,   Irmgard Keun und Erich Kästner.

Mit einer Ausstellung zum Thema Kulturvandalismus möchten wir an die Geschehnisse erinnern,informieren, Hintergründe aufzeigen und eine besondere Geschichte aus Hilden bekannt machen.

Termine:

5. Mai 2018 ab 11 Uhr: Ausstellungseröffnung in der Stadtbücherei

16.Mai 2018 von 19-21 Uhr musikalisch-literarischer Abend im Heinrich-Strangmeier-Saal